Blickfang München 2016

April ist Blickfang-Zeit! Bereits zum dritten Mal findet die Designmesse dieses Jahr in München statt und ist nun auch wieder an ihren ursprünglichen Ausstellungsort zurückgekehrt, den Postpalast, den ich persönlich auch für die bessere Location halte. Wir haben für euch einen Blick auf die unterschiedlichen Designer geworfen, neue Talente aus München gefunden aber uns auch in Stücke von Designern aus Berlin, Wien und Italien verliebt.

Handgemachter Schmuck aus München war mit dem Label Kleina aus dem Lehel für mich gefunden: Filigrane Schmuckstücke, bei denen Produktdesign auf traditionelle Goldschmiedekunst trifft. Besonders gut gefallen haben mir die Halsketten mit Sprechblasen Anhängern, so kann man ein Statement setzen, ohne viel sagen zu müssen. Bei Milli Monka, die im Moment auf im Ruffini’s Store zu sehen ist, haben wir natürlich auch kurz vorbeigeschaut und uns ihre farbenfrohen Modedesigns und verspielte Varianten ihres „Kopfzopf“ angesehen. Im Bereich Möbeldesign gab es drei Highlights: Das bunte Regalsystem Qubing lässt gute Laune aufkommen, die Tische und praktischen Regale von Joval sehen super-stylisch aus und Jonas Hansen, über den Sarah bereits vor zwei Wochen geschrieben hat, war ebenfalls mit eigenem Stand vertreten und räumte dann gleich noch den Designpreis, sponsored von MINI, über 1.500 € ab – herzlichen Glückwunsch, lieber Jonas! Zudem haben mich die Brillen und Sonnenbrillen von Leidmann begeitstert, die mittlerweile mit drei Brillenläden in München ihre Expertise auf diesem Gebiet leben.

Aber nicht nur Münchner haben es uns in diesem Jahr angetan: Mein persönliches Highlight waren die Lampen von Edgar Home, einem Designer der eigentlich aus Australien kommt und im Moment in Berlin lebt. Das minimalistische Design der Lampen, bei denen man durch Touch-Sensor zwischen drei Helligkeitsstufen wählen kann, finde ich so toll, dass ich gleich zwei der Lampen gekauft habe. Des Weiteren haben mir die „Taschen wie aus Papier“ von dem Wiener Designer Johannes Lerch gut gefallen. Das Material ist ein Kunststoffvlies, das unter Hitze verdichtet wurde und sich wie Papier anfühlt. Aus diesem Material designt Johannes verschiedene Taschen und Beutel zur Aufbewahrung von Kleinkram, Reisekram oder wichtigem Kram – ich finde, eine clevere Idee. Das Regalsystem von Studio Hausen aus Berlin besticht durch Einfachheit und Funktionalität: Frei arrangierbare Eschenholz-Regalbretter und Hängevorrichtungen aus Stahl erlauben individuelle Konstruktionen. Das ist insgesamt ein Thema, das sich auf der ganzen Messe bemerkbar macht: Flexible Regalkonstruktionen, die sich dem Käufer anpassen und nicht andersherum. Den Designpreis aus dem Bereich Schmuck gewann Yoko Takirai, die im Moment in Florenz lebt und arbeitet. Ihre Schmuckstücke sind wirklich sehr besonders – kleine dreidimensionale, skulpturale aber dennoch filigrane Kunstwerke.

Jetzt aber genug geredet, wir lassen hier noch einige Bilder sprechen und wünschen euch viel Spaß auf der Blickfang. Die Öffnungszeiten sind Samstag, 9. April von 11 bis 20 Uhr und am Sonntag, den 10. April von 11 bis 19 Uhr.

 Alle Bilder ©Anita Hösl