Der Viktualienmarkt

Irgendwie schon mehr, als ein „echtes Münchner Original“. Ich verdrücke eine Träne und erzähle wieso:

So ein Markt an sich ist ja erstmals nichts Besonderes. Sobald er sich aber im Herzen der Münchner Altstadt befindet und es alle traditionellen und bodenständigen Köstlichkeiten aus den bayerischen Sphären zu erkunden gibt, überlegt man doch gerne zweimal.

Der Münchner Viktualienmarkt besteht aus größtenteils festen Ständen, die außer an Sonn- und Feiertagen mit ihren frischen Auslagen locken und jedem das Wasser im Mund zusammen laufen lassen.

Ganz traditionell ist nicht nur das Angebot, sondern zunächst einmal der Name: Viktualien beschreiben Lebensmittel – seit dem 19. Jahrhundert ist das so, weil es einfach schick war, alles ein wenig lateinisch einzufärben. Davor gab es den Viktualienmarkt zwar schon, aber er hieß einfach Markt, manchmal auch der Grüne Markt – und das ist zugegebenermaßen recht fad.

Ursprünglich war der Viktualienmarkt am Marienplatz. Aber da es schnell zu viele geschickte Händler und vor allem ein kaufkräftiges Münchner Publikum gab, zog der Markt um an seinen heutigen Platz. Schon 1890 war der Viktualienmarkt dann so groß, wie er sich uns heute in seiner vollen Pracht präsentiert.

Interessanterweise wurden im Zuge der Olympischen Spiele die unterirdischen Keller eingebaut. Das Kindl vermutet, dass man mit vielen hungrigen und durstigen Sportbegeisterten gerechnet hat und daher wohlwissentlich auf Vorräte setzte.

Blumen, Käse, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch und natürlich (!) die Münchner machen den Viktualienmarkt zu dem was er heutig (immer noch) ist. Ein Ort des Zusammenkommens, des Schlemmens, des Einkaufens und vor allem der Hotspot des Sehen und Gesehen Werdens! Die Münchner treffen sich eben nicht nur gern im Tambosi sondern auch vor Leo’s Obst Standl.

Bald ist es wieder soweit! Das traditionelle Maibaumaufstellen! Hier ein Eindruck von 2012: