Die 6 Münchner Wiesn-Brauereien

Jedes Jahr im September ist das Münchner Kindl dabei, wenn es wieder heißt „o’zapft is“. In den Wiesn-Zelten darf nur Münchner Bier ausgeschenkt werden, das sich durch lange Tradition, viel Erfahrung im Brauen und die Erhaltung des Reinheitsgebotes ausgezeichnet. Das sind diese sechs Münchner Wiesn-Brauereien:

Augustiner: 1328

Das wohl beliebteste Bier in München ist auch das Älteste. Die Augustiner Brauerei hat ihre Wurzeln im Augustiner-Kloster in der Neuhauser Gasse. Schon damals gab es zum Kloster eine eigene Ausschenke, die bei allen beliebt war. Als einziges Münchner Bier hat Augustiner das typische kleinere Flaschenformat mit breiterem Bauch.

Löwenbräu: 1383

Die Geschichte der Löwenbräu-Brauerei lässt sich bis ins späte 14. Jahrhundert in der Löwengrube zurückverfolgen. Das Merkmal der Marke, der Löwe, ist überdimensional groß auf dem Wiesn-Zelt zu sehen. Im 19. Jahrhundert wurde der mittelgroße Betrieb zur größten Brauerei Münchens und verlegte den Sitz in die Nymphenburger Straße.

Spaten: 1397

Die Spatenbrauerei spross kurz nach der Löwenbräu Brauerei aus dem Boden. Das typische Symbol ist ein weißer Spaten auf rotem Hintergrund und die Initialen Gabriel Sedlmayers, in dessen Familienbesitz sich die Brauerei seit 1807 befindet. Die Franziskaner Brauerei ist auch im Besitz der Familie Sedlmayer.

Hacker-Pschorr: 1417

Bei der heutigen Gaststätte „Altes Hackerhaus“ wurde die Brauerei gegründet. Unter Joseph Pschorr und Maria Theresia Hacker wurde Hacker-Pschorr im 18. Jahrhundert eine der führenden Brauereien in München. Hacker und Pschorr wurde unter den Söhnen aufgeteilt und als getrennte Brauereien weitergeführt. Erst seit knapp 40 Jahren stehen beide Brauereien wieder unter einer gemeinsamen Marke.

Hofbräu: 1589

Knapp 200 Jahre nach Löwenbräu wurde unter Wilhelm V. die Hofbräuhaus Brauerei gegründet. Den ursprünglichen Sitz hatte sie am Platzl im Hofbräuhaus, das bis heute eine touristische Hauptattraktion ist.

Paulaner: 1634

Das Paulaner Bier ist das jüngste unter den Münchner Bieren. Es wurde 1634 im Kloster des Paulanerordens gebraut und zuerst nur an Festtagen öffentlich ausgeschenkt. Das Starkbierrezept wurde sehr schnell beliebt unter den Bierliebhabern und geht auf einen gewissen Bruder Barnabas zurück.

Bild: Rolf Wenkel/pixelio.de