Ein Besuch im Museum Brandhorst

München hat viele spannende Kulturangebote zu bieten und das Museum Brandhorst gehört definitiv mit dazu. Eröffnet wurde das Haus 2009, nachdem Udo und Annette Brandhorst ihre Privatsammlung dem Freistaat Bayern unter der Bedingung hinterließen, für die Sammlung ein öffentliches Museum zu schaffen. Der farbige Bau der Berliner Architekten Sauerbruch Hutton ist seitdem nicht mehr aus dem Museumsareal wegzudenken.

Da der Zugang zu Kunst neue und digitale Wege finden muss, hat das Museum vor einigen Wochen einen Tweetup für Blogger aus München angeboten, bei dem zum ersten Mal im Museum fotografiert werden durfte, wodurch die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, viele Eindrücke der Ausstellungen auf digitalem Wege unter dem Hashtag #OpenBrandhorst in die Welt hinauszutragen. Natürlich war auch ich für euch mit dabei und kann euch einen Einblick in die Ausstellungen „Cy Twombly. In the Studio“ (bis 26.08.2018) und „Schiff Ahoy. Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Brandhorst“ (bis 23.04.2017) geben.

Cy Twombly gilt als einer der einflussreichsten Künstler der Gegenwart und die Sammlung Brandhorst bietet mit mehr als 200 Arbeiten aus seinen unterschiedlichen Schaffensperioden einen einzigartigen Überblick über sein Werk. In seinen Fotografien spielt Twombly vielfach auf den Arbeitsprozess und die Atmosphäre bei der Entstehung seiner Bilder an. Erstmals zeigt das Museum auch alle 19 Skulpturen von Twombly in einer Ausstellung. Seine monumentalen Rosenbilder hinterlassen in ihrer Präsentation einen magischen Eindruck beim Ausstellungsbesucher. Neben den Rosen spielt das Schiffsmotiv eine große Rolle in Twomblys Werk, was nicht zuletzt sein weltberühmter Lepanto-Zyklus zeigt, für den extra ein Raum im Museum Brandhorst gestaltet wurde.

Weiter ging es in die Ausstellung „Schiff Ahoy“, die ihren Schwerpunkt auf die Kunst der 1960er Jahre legt, die viele kunstgeschichtliche Neuerungen mit sich brachte, da Künstler wie Joseph Beuys, Ed Ruscha oder Richard Tuttle mit bis dato nicht kunstwürdigen Materialien und Fertigungsmethoden experimentierten. Ein besonderer Fokus der Ausstellung liegt auf den Neuankäufen der vergangenen beiden Jahre, die zum großen Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Nutzt das Angebot am Sonntag für einen symbolischen Euro der Sammlung Brandhorst und den drei Pinakotheken einen Besuch abzustatten, es lohnt sich!