Filmfest München – Unsere Highlights

Heute werden in München wieder die roten Teppiche ausgerollt. Bis zum 5. Juli ist unsere Stadt in den Händen von Cineasten und der nationalen und internationalen Filmprominenz. Als ich mich über das Programm des Filmfest München 2014 hermachte, habe ich schnell bereut hier nur wenige Highlights aufzuzählen zu können, da es so viele interessante Filme besonders im Independent Bereich zu sehen und tolle Diskussionsrunden zu besuchen gibt. Ein eigener Blick ins Programm ist somit unumgänglich. Hier dennoch meine sehr kleine und subjektive Auswahl:

Diskussion:
„Von Game of Thrones zu Gomorrah – Europäische Serien auf dem Vormarsch“
Dass Serien die neuen Filme sind und ganze Generationen fest im Griff haben, wissen wir spätestens seit Breaking Bad. Auf dem Filmfest München werden auch 2014 einige der neuesten Serien auf großer Leinwand gezeigt. Darunter die neue HBO-Serie „The Leftovers“, das britische Gangster-Epos „Peaky Blinders“ und die italienische Mafia-Serie „Gomorrah“. Als besonderes Highlight wird Frank Doelger, einer der Produzenten von Game of Thrones, gemeinsam mit weiteren Experten unter dem Titel „Von Game of Thrones zu Gomorrah – Europäische Serien auf dem Vormarsch“ über die Chancen europäischer Serien diskutieren. Die öffentliche Paneldiskussion, findet am Montag, den 30. Juni um 15 Uhr in der HFF München bei freiem Eintritt statt. Anmeldung bitte unter muenchen@creative-europe-desk.de.

„Dieses schöne Scheißleben“
Doris Dörries filmisches Schaffen kreist seit jeher um ein zentrales und autobiographisches Thema: Die starke Frau – wie behauptet sie sich unter Männern? Diesmal stellt Dörrie diese Frage in einer Welt, in der sie vielleicht noch dringlicher ist, als man es aus Deutschland kennt. Sie ist nach Mexiko gereist, ins Zentrum der Machogesellschaft, betrachtet dort zudem eine Kunstform, die in sich noch einmal mehr männlich geprägt ist: die der Mariachi – bzw. in ihrem Fall das ungleich seltenere weibliche Pendant: die Mariachas. Mehr Infos hier.

„Les grandes ondes à l’ouest“
Wir schreiben das Jahr 1974. Zwei Schweizer Radiojournalisten wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, brechen zusammen nach Portugal auf, um eine Geschichte über den Einsatz Schweizer Gelder für Sozialprojekte vor Ort zu machen. Cauvin ist ein in die Jahre gekommener Draufgänger und Macho, Julie eine junge, idealistische Feministin. Als ihre geplante Geschichte in sich zerfällt, wollen die beiden schon das Handtuch werfen – da werden sie mitten in die Ereignisse rund um die Nelkenrevolution verwickelt. Mehr Infos hier.

„Good luck finding yourself“
Von der 68er-Ikone zur Privatperson, die ihre eigentliche Essenz finden will: Nach ihrer Krebsdiagnose reist Autorin Jutta Winkelmann nach Indien, begleitet von ihrem langjährigen Freund Rainer Langhans und weiteren Mitgliedern ihrer Münchner Lebensgemeinschaft, dem sog. ‚Harem‘. Vom Himalaya über die ‚Totenstadt‘ Varanasi bis nach Kerala verläuft die Route. Inmitten von Gurus, Ganges-Pilgern, Sari-Händlern und heiligen Kühen fasst Jutta Winkelmann den Entschluss, „wieder lebendig zu werden“. Severin Winzenburgs Dokumentation der spirituellen Reise seiner todkranken Mutter ist ein poetischer Film. –> Ein Muss für alle, die mehr über die Mitglieder von Münchens bekanntester Kommune erfahren wollen. Mehr Infos hier.open-air

Jeden Abend um 22 Uhr findet zudem Open-Air-Kino bei freiem Eintritt auf der Festival-Piazza vor dem Gasteig statt. Gezeigt werden Klassiker wie „Feuer und Eis“ von Willy Bogner und James-Bond-Titel wie „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ oder „Der Spion, der mich liebte“.

Die Tickets für die Filme kosten zwischen 3 und 9 Euro – und schon läuft man über den roten Teppich und sitzt mit Stars und Machern im Kino. In folgenden Kinos werden die Filme gezeigt: Festivalzentrum Gasteig, RIO Filmpalast, Filmmuseum, Sendlinger Tor Filmtheater, City Kinos, HFF München, ARRI Kino, Kinos Münchner Freiheit.

Das Programm findet ihr online auf www.filmfest-muenchen.de. Zudem könnt ihr Neuigkeiten auf Facebook und Twitter verfolgen. Vorverkauf seit 19. Juni im Festivalzentrum Gasteig (ab 28. Juni in den Festivalkinos).