Futterneid Kochservice

Unser heutiges Montagsinterview führen wir mit Laura Veronesi und Antonia Simm, die vor wenigen Monaten ihre Firma „Futterneid Kochservice“ gegründet haben. Ein Gespräch über die Liebe zum Essen und Kochen und auf welche Veranstaltungen wir uns in Zukunft freuen dürfen.

Über Euch …

Wir sind Futterneid, ein Kochservice und Catering in München.

Über Euch und München …

Für uns ist München Stadt und Natur, Berge und Seen, Isar und Biergärten
…und die nördlichste Stadt Italiens.

Euer München. Eine Empfehlung?

Der Kabinettsgarten in der Residenz, eine nahezu geheime Oase mitten in der Innenstadt, fern von Menschenmassen und Touristen. Im Sommer einfach ein Picknick mitnehmen, die Ruhe genießen und die Füße im Wasserbassin abkühlen.

Wie kam eure Zusammenarbeit zu Stande? Seit wann gibt es Futterneid?

Wir kennen uns bereits aus der Schule, haben uns aber vor vier Jahren erst so richtig gut kennengerlernt und dabei sehr schnell entdeckt, dass wir wunderbar beim Kochen harmonieren – durch unsere italienischen Wurzeln passen wir auch kulinarisch sehr gut zusammen. Futterneid haben wir zunächst für Bekannte und Freunde während unseres Studiums gestartet. Ziemlich schnell hatten wir Erfolg und unser Name hat sich über den Bekanntenkreis hinaus verbreitet. Vor einem halben Jahr haben wir uns dann dazu entschlossen, dass es eigentlich nur eine Sache gibt die wir wirklich machen wollen – das Kochen und Futterneid. Seitdem bauen wir unser Angebot aus und verwirklichen unsere neuen Ideen, Projekte und Träume.

Was ist euer Angebot? Was macht Futterneid besonders?

Neben klassischem Catering für Vernissagen, Firmenevents oder private Veranstaltungen bieten wir auch einen Kochservice vor Ort, das kann privat für ein schönes Dinner sein oder auch im Beruf bei Shootings oder in Büros zur Mittagszeit.
Gleichzeitig sind wir gerade dabei, zwei weitere Projekte auszubauen. Zum einen das Social Dinner sowie eine Verbindung von kulturellen Veranstaltungen und gutem Essen in Räumlichkeiten, die man so nicht erwarten würde.

Was bedeutet Kochen und Essen für euch und was inspiriert euch zu euren Rezepten?

Kochen ist in erster Linie etwas sehr Elementares. Besser als beim gemeinsamen Essen kann man seine Zeit unserer Meinung nach kaum verbringen. Wir lieben es, unsere Gäste an einer großen Tafel zu vereinen und sie bei und mit unserem Essen auf neue Gedanken zu bringen. Dabei soll auch unsere Küche so sein, wie eine gute Unterhaltung bei Tisch: ehrlich, einfach, lebendig. Und jeden Tag ein bisschen anders. Die Sachen, die wir kochen, müssen in erster Linie uns schmecken, dann geben wir sie gerne weiter. Unsere Rezepte entstehen meistens sehr spontan, der Situation und der Stimmung entsprechend.

Im Moment lässt sich ein Umdenken im Bereich Essen und Ernährung feststellen. Die Menschen fangen an zu hinterfragen, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden. Wie seht ihr diese aktuelle Debatte?

Dieser Gedanke liegt uns auch sehr am Herzen. Unser Credo ist es, saisonale und regionale Zutaten zu verwenden, die wir immer frisch zubereiten. Sollten wir doch Produkte – beispielsweise aus Italien verwenden – haben wir mittlerweile Kontakte zu direkten Lieferanten aus Sizilien und der Toskana. Es freut uns, dass die Auseinandersetzung mit Lebensmitteln einen so großen Stellenwert in unserer Gesellschaft erreicht hat.

Was sind eure Restaurant bzw. Essenhighlights in München?

Eine unserer neuesten Entdeckungen ist das Beirut Beirut in Sendling, ein authentischer libanesischer Imbiss, super! Köstlichkeiten am Viktualienmarkt von Käsesandwich, Falafel, bayerischem Schmankerl oder Ofenkartoffel eignen sich super für ein Mittagessen unter 5 Euro… gar nicht so teuer wie oft verschrien und von der Stimmung her typisch münchnerisch. Eine der besten Pizzen gibt es vielleicht etwas unerwartet im Servabo in Haidhausen. Ein schöner kleiner Laden mit gutem Wein und dünnen, knusprigen Pizzen. Köstlich sind auch die japanischen Ramen und dazu ein bayerisches Bier im Nomyia. Außerdem lieben wir die türkischen Supermärkte in der Goethestraße, im Gegensatz zu Rewe & Co. bieten sie eine Vielzahl an frischen Gemüsesorten und Kräutern, die man sonst schwer findet.

Wie würdet ihr die kulinarische Szene in München beschreiben?

Vor allem im Imbiss-Bereich ist unserer Meinung noch sehr viel Luft nach oben. An einem Sonntagnachmittag oder nachts nach dem Tanzen ist oft nur ein McDonalds offen. Ansonsten lässt München in kulinarischer Hinsicht eigentlich keine Wünsche offen, auch wenn in vielen Fällen ein bisschen weniger Schickeria ganz gut tun würde. Aber gewusst wo, kann man auch in München sehr gute, kleinere Restaurants finden.

Im Moment baut ihr den Bereich Social Dinner und Kulturveranstaltungen weiter aus. Was sind eure Pläne und was reizt euch daran?

Da wir beide durch unser Studium und unsere Arbeit auch starke Wurzeln im Kunst/PR/Literatur und Fernsehbetrieb haben, wussten wir, dass wir einen Weg finden müssen, unsere große Leidenschaft Futterneid mit unseren anderen Stärken zu verbinden. Einmal ist das die Idee von Social Dinners oder Supper Clubs – wie sie bereits in mehreren anderen Großstädten zu finden sind. Da wir durch unseren Kochstil, den wir als sehr zugänglich, gastfreundlich und herzlich verstehen, sowieso immer gerne im engen Kontakt mit unseren Gästen stehen wollen, hat sich die Idee von gemeinsamen Abendessen unter dem Motto „Futterneid bei…“ schnell gefestigt und war ein großer Wunsch von uns. Man kann uns auf Facebook folgen und bekommt dann alle Neuigkeiten und die nächsten Termine! Schon mal vormerken: Ende April haben wir einen ganz besonderen Abend geplant!

Den Bereich der Kulturveranstaltungen in Verbindung mit gutem Essen und besonderen Getränkekreationen wollen wir auch weiter ausbauen. Wir finden, dass beim Essen alles zusammenkommt: am gemeinsamen Tisch ist man kreativer, offener und meistens probierfreudiger. Die Verbindung von unserem Essen mit Lesungen, Filmvorführungen oder kleinen Konzerten sollen Abende werden, bei denen verschiedenste Menschen zusammen kommen.

Wo findet man euch im Web?

Man findet uns auf unserer Website, bei Facebook , Tumblr und Instagram.

Vielen Dank für das Interview, liebe Laura und liebe Antonia!

Alle Fotos ©Ann-Sophie Wanninger