Jewelberry – Schmuck aus München

Jewelberry heißt das Münchner Schmucklabel von Coco Turtureanu und Lily Sielaff, das mit seinen feingliedrigen Schmuckstücken in limitierter Auflage und mit herrlich romantischen Motiven die Frauenherzen in München und weit darüber hinaus im Sturm erobert hat. Wir haben im Interview mit Labelgründerin Coco dem Erfolg des Kreativduos und seiner Manufaktur nachgespürt:

Über Dich/Euch?

Hab mich schon immer für Mode interessiert, mit sechs Jahren meine erste komplette Modekollektion aus Papier und allen möglichen anderen Verpackungen, Tüten, Kartons gebastelt und dazu gab es auch schon Schmuck, z. B. aus Weihnachtsbaumanhängern :). Ich weiß das, weil ich sie meinen Eltern auch selbst aufm Laufsteg präsentiert hab und es gibt zu jedem Outfit ein Dia :).

Über Dich/Euch und München?

Ich bin mit einem Jahr aus Bulgarien hierher gekommen und in München aufgewachsen … fühl mich also mehr als Münchnerin als als Bulgarin :).

Dein/Euer München – Eine Empfehlung?

Als kleines unabhängiges Label finden wir selber natürlich ebenso kleine, unabhängige Läden am tollsten, z. B. den Vintage-Laden „Cat with a Hat“ in der Baaderstrasse oder den Kiosk am Eisbach „Fräulein Grüneis“ und natürlich alle Läden, in denen auch unsere Automaten, die JEWELBERRY BOXES, hängen („Hey Luigi“ in der Holzstraße, „Nage und Sauge“ im Lehel oder „Le Florida“ in Schwabing).Logo_Jewelberry

Wie und wann habt ihr euch kennengelernt und wie entstand die Idee zu eurem Schmucklabel JEWELBERRY? Woher kommt Deine Liebe zum Schmuck?

Ich habe an der Kunstakademie Kunstpädagogik, Lehramt auf Gymnasium studiert, aber schon während des Studiums gemerkt, dass das nicht 100%ig das Richtige ist und parallel mein Label gegründet, mit dem ich mich dann nach dem ersten Staatsexamen mit meinem ersten Laden, damals noch in der Kaiserstrasse in München selbstständig gemacht habe … Ich habe niemals in einem Modebetrieb ein Praktikum gemacht oder irgendeine Ausbildung im Modebereich absolviert … ist alles autodidaktisch, klar, bin halt handwerklich und künstlerisch begabt und die Bereiche liegen ja alle so nah beieinander und gehen ineinander über :).

Was hat es mit dem ‚fruchtigen‘ Namen auf sich? Wofür steht JEWELBERRY?

Habe mir immer wahnsinnig viel Schmuck selbst gemacht, bin oft darauf angesprochen worden, auch in Läden, die Interesse daran hatten, meine Sachen zu verkaufen, und so hab ich in Miniauflagen angefangen, die Sachen in unterschiedlichen Läden in München zu verkaufen … da musste ich mir natürlich einen Namen ausdenken und da ich am Anfang auch viele Sachen für Kinder gestaltet habe, habe ich das Label Erdbeerpony genannt, der Name wurde dann zu JEWELBERRY, weil mir Erdbeerpony auf Dauer zu kindisch oder besser kindlich konnotiert war und ich einfach Schmuck für junge Frauen und Erwachsene machen wollte, wobei es bis heute so ist, dass die Sachen eine sehr große Bandbreite an Altersgruppen ansprechen und auch ganz oft für Kinder und Babys, z. B. zur Taufe oder Firmung oder zum Geburtstag gekauft werden …

Ihr seid mittlerweile sehr erfolgreich mit eurem kleinen Schmucklabel, das auf qualitatives Schmuckdesign setzt. Auch in der Presse sind eure versilberten und vergoldeten Kreationen bekannt. Welchem Typ Frau schmeicheln eure Schmuckkreationen am besten? Gibt es so etwas?

Über Veröffentlichungen in renommierten Modemagazinen freu ich mich natürlich sehr, als wir das erste Mal in der ELLE erschienen sind war das der Knaller… noch schöner ist es aber, wenn ich die Mädels und Frauen auf der Straße, in der U-Bahn oder abends beim Ausgehen den Schmuck tragen sehe :)!

Wie entstehen so unfassbar feingliedrige Schmuckelemente? Woher kommen die Ideen zu all den feinen Schmetterlinge, Libellen, Federn und anderen Halbedelsteinanhängern?

Meine Inspiration für die Designs beziehe ich aus allem, was ich mag und schön finde. Ich liebe die Natur und Tiere. Von daher finden sich etliche Pflanzen- und Tiermotive unter den Designs … Ich liebe die Art déco Zeit und den Jugendstil, die mich sicherlich in meiner Formensprache beeinflussen … Ich habe mich noch nie an aktuellen Modetrends orientiert, sondern immer versucht, das zu machen, was mir selbst am besten gefällt und wohinter ich voll stehe… das in einer gewissen Art und Weise klassisch, zeitlos ist und so gut wie für jede Frau, egal welchen Stils und Alters, tragbar ist …

Gibt es besondere persönliche Lieblingsstücke aus euren Kollektionen? Was trägt ihr beiden am liebsten an Hals, Hand oder Handgelenk? Verratet ihr uns eure neuesten Trends?

Aktuelle Trends, die wir selber tragen sind z. B. ganz feine filigrane Ringe, die man nach dem „Mix and Match“-Prinzip miteinander kombinieren kann, manche tragen sie auch über den Fingerknöcheln. Auch Material-Mix, Silber und Gold kombiniert … in der neuen Kollektion stehen feine Echtsilberketten und mit 18 Karat vergoldete Silberketten im Fokus, z. B. sehr dünne, glitzernd geschliffene Kugelketten …

Wir Münchner sehen überall eure herrlich nostalgischen (weil am guten alten Kaugummiautomaten angelehnten) und dabei so hochwertig bestückten JEWELBERRY BOXES – wie kam es dazu?

Die JEWELBERRY BOX ist aus einer Trinklaune mit einem Freund entstanden … er meinte, es müsste sowas für Jungs geben, die ihren Freundinnen oder Angebeteten abends beim Ausgehen etwas Kleines schenken wollen … und so kamen wir darauf, dass ein Automat mit Schmuck doch eine tolle Idee wäre…mein Freund Philipp hatte auch die Idee, alte Kondomautomaten zu benutzen, die neu besprüht und gestaltet werden ─ auf so eine Idee kommt man als Mann natürlich eher ;). Unser erster Automat wurde dann im „Hey Luigi“, einem In-Bar-Restaurant, das Freunde von uns in München betreiben, aufgehängt… und da das so einschlug und viele andere Locations auch Interesse an so einem Automaten hatten, hängten wir einen nach dem anderen in Münchner Gastronomien, Bars, Läden auf und natürlich auch an die Hausfassaden vor unseren eigenen Läden …

Ihr engagiert euch mit der Linie JEWELLBERRY FOR ALMATERRA für Charity-Projekte der Hilfsorganisation www.almaterra.org. Sind weitere solche Kooperationen geplant?

Alma Terra ist ein Herzensprojekt, das wir sehr gerne weiterhin unterstützen, bisher konnten mit den Spenden Spiel- und Sportplätze in Krisengebieten gebaut werden, um Orte zu schaffen, an denen Kinder einfach mal wieder spielen und Kind sein können … Alma Terra plant dieses Jahr den Bau ihres ersten Kindergartens, der in Kabul (Afghanistan) an die Universität angeschlossen ist, damit junge Eltern Studium und Kinder unter einen Hut bekommen können.

Gibt es Zukunftspläne, die ihr für JEWELBERRY schmiedet?

Gerne möchte ich noch weitere Läden eröffnen, als nächstes ist vielleicht ein Pop-up-Store in Berlin während der Fashion Week in einem alten Retro-Wohnwagen oder Baukontainer in Berlin Mitte geplant … auf Dauer möchte ich gerne ins Ausland und mein Traum wäre es, einen JEWELBERRY-Store in Barcelona zu eröffnen … meine Pläne für die Zukunft sind noch nicht fest definiert, ich bin ein sehr spontaner intuitiver Mensch und es gibt viele Wege und Möglichkeiten, die mich interessieren und infrage kommen … es war nie mein Ziel, mit JEWELBERRY Riesenerfolg zu haben oder viel Geld zu verdienen, ich hab das alles immer mit all meinem Herzblut gemacht und weil es mir so viel Spaß gemacht hat und werde das auch immer tun … es gab sehr viele schwierige Zeiten, aber ich habe den Glauben nie verloren. Das Schönste für mich ist es, das Ganze in der Zwischenzeit mit meiner besten Freundin und Partnerin Lily zusammen machen zu können, die mir geholfen hat, JEWELBERRY zu dem zu machen, was es heute ist … mit jemandem, der einem so am Herzen liegt so toll zusammenarbeiten zu können, sich so perfekt zu ergänzen, sich gegenseitig zu inspirieren, zu fördern und zu fordern, ist das Schönste, was es gibt … und Erfolg ist nur schön, wenn man ihn mit jemandem teilen kann!

Wo findet man euch im Web?

Im Web findest du uns unter: www.jewelberry.de
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Vielen Dank für die Einblicke in eure Schmuckschmiede, liebe Berries!

Alle Bilder © Jewelberry