Mein Viertel – Haidhausen

Das Kindl war zu Besuch in Haidhausen … von der Maxvorstadt ging es über die Isargrenze auf die andere Seite Münchens. Die Entdeckungsreise durch Haidhausen begann mit einem Cappuccino in der Fortuna Cafébar und endete im White Rabbit’s Room.

Über mich

Dafür, dass ich mit 18 Jahren überall auf der Welt hinziehen wollte außer nach München, was irgendwie meiner damaligen „Hauptsache dagegen-Art“ entsprang, wohne ich nach inzwischen 10 Jahren mit viel Liebe und Leidenschaft in dieser Stadt. Ich habe hier studiert und dank der Fächerwahl Sozialwissenschaften immer ausreichend Zeit gehabt, mich mit der Stadt anzufreunden. Da ich inzwischen ein beruflicher Duracellhase bin (ich bin Psychotherapeutin mit 103 laufenden Ideen und Projekten im Kopf), sind die ausgiebigen Dates mit meiner Wahlheimatstadt etwas seltener geworden, jedoch nicht weniger wunderbar.

Über mich und mein Viertel

Haidhausen und Ich hatten zu Beginn so gar keine Vorstellung voneinander. Ich war Maxvorstädterin und zwar eingefleischte, alles rechts der Isar war mir bis auf ein paar Ausnahmen eher unbekannt und ich wusste nicht, worauf ich mich da einlasse. Die Liebe und die Wohnungsnot haben mich hierher verschlagen und gefühlt habe ich mich zunächst in größer werdenden konzentrischen Kreisen um die Wohnung herum bewegt, um all die Ecken kennen zu lernen und auch wieder nach Hause zu finden. Ich wohne jetzt seit etwas mehr als zwei Jahren hier und bin verliebt in das Viertel. Flanieren durch Haidhausen bedeutet immer wieder etwas Neues zu entdecken, was auf die gedankliche Liste „muss ausprobiert werden“ kommt.

Mein Viertel und Empfehlungen

Ein Urlaubstag in Haidhausen würde vermutlich mit einem Kaffeeschock enden denn hübsche Cafés gibt es viele. Ganz oben auf der Liste stehen das Café Fortuna, außerdem das White Rabbit (davon gibt’s schon zwei) und auch das Haidi im 50ies Stil. Kommt der Hunger, dann ab zum bayerischen Japaner oder beim La Baia eine Pizza zum Mitnehmen an die Isar holen. Abends auf jeden Fall einen Sprung ins Maria Passagne, dessen Eingang einem Bordell ähnelt und auch drinnen reichlich überrascht. Flanieren lässt es sich durch die Preysing-, Milch- und Steinstraße und plötzlich fühlt man sich ländlich mitten in der Stadt. Ohnehin gibt es nichts Schöneres in Haidhausen als sich einfach treiben zu lassen!

Das Flair

Ich könnte bis heute nicht sagen auf welche Art von Mensch man hier im Speziellen stößt, denn es gibt nichts was es nicht gibt und davon reichlich! Haidhausen hat sicherlich zwei Seiten, bleibt dabei aber irgendwie klischeelos. Ein Mikrokosmos!

Vielen Dank für die Viertelvorstellung, liebe Sandi!

Habt ihr noch mehr Tipps und Anregungen?