Neulich in… der Vorweihnachtszeit

Simone Bauer ist eigentlich ein Regensburger Kindl, lebt aber seit 2007 in der schönsten Stadt der Welt – und schreibt über diese. Wenn sie München nicht gerade in ihre Romane wie „Ganz entschieden unentschieden“ (http://www.dotbooks.de/profile/1250143/simone-bauer) einbaut, ist sie Popkulturjournalistin (für unter anderem MISSY, Jugendseite der „Süddeutschen Zeitung“ und LAXMag) oder bei egoFM „Auf Krawall gebürstet“. Auf Twitter (@teaserette) spricht sie über neue Projekte und Fernsehserien. Für Das Münchner Kindl verfasst sie die Kolumne „Neulich in …“. Zu Weihnachten wünscht sie sich wie jedes Jahr ein Pony.

Mitte August habe ich es zum ersten Mal gesagt: „Von mir aus könnten wir jetzt den Christbaum anhängen!“ Verständnislose Pause. Ach so, bedarf es einer Übersetzung aus dem Bayerischen? „Anhängen“ heißt natürlich „dekorieren“. Immer noch Unverständnis. Aber bitte, was für ein Sommer war das auch? All die Ferienwochen wie ein einziges Trainingscamp für die Vorweihnachtszeit. Und ab September standen eh schon wieder die Dominosteine im Regal des örtlichen Kaufladens.

Der Engländer macht das ja weniger subtil, vielleicht, weil seine Ferienwochen prinzipiell immer einem „Pre-Christmas-Trainingscamp“ gleichen. Da öffnen die Weihnachtsmärkte schon Anfang November und an der Supermarktkasse bekommt man ein „Merry Christmas!“ schon vorsorglich mit. Man könnte sich ja wirklich zum letzten Mal vor dem großen Fest – oder überhaupt – gesehen haben. Der Deutsche hingegen, der wünscht sich noch bis April „ein gutes Neues“, weil „wir haben uns seit Silvester ja gar nicht mehr getroffen, oder?“.

Also verließ ich meinen Gesprächspartner mit den Worten: „Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch, ne?“ Und legte mir schon mal einen Vorrat an Dominosteinen an.

Simones Kolumnen der letzten Monate könnt ihr hier nachlesen und so das Jahr Revue passieren lassen. Ein Interview haben wir auch mit ihr geführt.