Oh là là – Ein schmackhaftes Münchner Original: Das Dallmayr

Ganze 300 Jahre Geschichte und heute noch in Familienbesitz. Da staunen wir nicht schlecht!

2,8 Millionen Besucher im Jahr; und das im Stammhaus in München. Das Münchner Kindl staunt noch mehr. Wundern tut dies das Kindl aber rein gar nicht, denn wer schon einmal das prächtige Geschäft in der Dienstrasse betreten hat, versteht, wieso das Dallmayr so ein Erfolg, und vor allem, warum der Laden so ein wahnsinniger Verkaufsschlager ist!

Etwas Geschichte bevor das Wasser im Mund zusammen laufen darf: München schreibt das Jahr 1700 und der geschickte (Münchner (!)) Kaufmann Christian Reiter gründet das Unternehmen. Seit 1870 ist es im Besitz von Alois Dallmayr und ab 1895 von Therese und Anton Randlkofer. Die Ehefrau, wie sollte es auch anders sein, wenn es um Schmackhaftes und Unwiderstehliches geht, bringt das Geschäft groß raus. Sie macht es zum führenden Delikatessenladen Europas! Konrad Werner Wille hilft noch ein bisschen dazu mit seinem Gespür für richtig guten Kaffee – Dallmayr Prodomo  – und schon ist Dallmayr nicht mehr weg zu denken aus den Schlemmerphantasien aller.

Ein Hendl trifft auf Königsberger Klopse – aber bitte rechts anstellen, der Andrang ist groß! Schilder beschriften welche Köstlichkeiten es wo zu finden gibt und ein paar Geweihe an den Wänden machen das Einkaufsumfeld schön bayerisch. Obwohl es eine Schampus-Bar gibt, ist das Dallmayr mehr Marktplatz als Schickimicki – alles darf probiert werden und vor allen Dingen, alle Mitarbeiter wissen bestens Bescheid und erklären gerne. Für alle, denen es zu bunt wird, gibt es ein Zigarrenstüberl; zu viel Kaviar und Rochefort verwirren eben schnell – selbst das eingefleischteste Münchner Kindl!

Dallmayr_Haus_05_189_0

Unschön: Dallmayer bekommt, ähnlich wie Tschibo, Melitta & Co wegen unerlaubter Preisabsprache 2009 eine Buße des Kartellamts aufs Auge gedrückt.

© Abbildung: Dallmayr