Ohren auf! Es geht auch laut!

esgehtauchlaut - Ohren auf! CD-Cover

Heute sprechen wir im Interview mit der Münchner Rockband esgehtauchlaut über das Schreiben von Songtexten, ihre erste EP „Ohren auf!“ und ihr großes Release Konzert, das diesen Samstag im Cord Club stattfindet. Eine kleine Hörprobe gibt’s am Schluss auch für euch.

Über euch?

Wir sind die (mindestens) 5000ste Newcomerband, auf die ihr schon immer gewartet habt. Wir machen das Ganze zwar aus Spaß, aber wir meinen es ernst. Die Band ist für uns alle ein Hobby, bei dem wir mit sehr viel Leidenschaft dabei sind. Wir sind esgehtauchlaut – Raphael, Georg, Tobias und Joachim.

Über euch und München?

Wir arbeiten natürlich alle in München. Aber auch unsere Proben finden hier statt und wir haben bisher ausschließlich Konzerte in München und Umgebung gespielt: Zum Beispiel im Loft am Ostbahnhof, in der Garage Deluxe beim SPH Bandcontest, im 8below am Stachus, im Max’es oder auch im Soundcafé. Und jetzt veranstalten wir am kommenden Samstag im angesagten Cord Club das Release-Konzert zu unserer ersten CD „Ohren auf!“.

Euer München. Eine Empfehlung?

Das „Backstage“ als „Stadt in der Stadt“ ist einfach einzigartig und das auch noch in München. Das muss ja jetzt umziehen, mal gucken wie es damit weitergeht. Ausserdem hat das Kennedy‘s einen ganz eigenen Charme. Man kann dort gut Burger essen und Guinness trinken. Und ein weiterer Tipp: Regelmäßig den Olympiaberg hochklettern und den Blick über die Stadt genießen.

Seit wann gibt es esgehtauchlaut?

Joachim und Georg haben vorher zusammen in einer anderen Band gespielt und wollten unbedingt zusammen weitermachen. Dann haben wir über Aufrufe im Internet Musiker gesucht und angefangen erste eigene Songs und Texte zu schreiben. Zuerst haben wir einen Bassisten gesucht, was nicht einfach war. Mit Tobi haben wir dann einen sehr guten gefunden. Wir haben weiter Songs geschrieben und parallel einen Sänger gesucht, der einer Band ja final die entscheidende Form gibt. Und dann kam Raphael dazu und im Februar 2013 ging es mit der Band richtig los. Einige Songs aus dieser Zeit sind auch geblieben, wie z.B. Rock and Roll als unser allererstes Stück, das unsere Anfangszeit mit ihrer Aufbruchsstimmung sehr gut beschreibt.

Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?

Wir machen einfach das, worauf wir selbst Lust haben und nennen es: melodischen Mainstream-Rock. Mit dem erfinden wir vielleicht das Rad nicht neu, kupfern aber auch nicht ab. Wir schreiben unsere Texte alle selbst und probieren ständig neue Sachen aus. Durch die verschiedenen Einflüsse der Bandmitglieder kommt dabei immer etwas Spannendes heraus.

Wie geht ihr an einen neuen Text oder eine neue Melodie ran?

Das ist unterschiedlich. Entweder kommt einer von uns mit einer relativ ausgearbeiteten Idee oder wir brainstormen gemeinsam über Worte und Sätze, die uns im Kopf herumschwirren. Die Idee für einen Song kommt meistens von einem von uns. Wir schreiben alle Texte oder Textideen, auch Joachim als Schlagzeuger. Die Umsetzung und der letzte Schliff kommen dann am Ende meist von Raphael da er die Zeilen am Ende ja auch singt. Super Text- oder Songideen kommen uns an ungewöhnliche Orten, beim Sport oder – auf der Toilette.

Der Affe ist ja gewissermaßen euer Symbol sowohl in eurem Logo als auch in einigen eurer Texte – warum eigentlich?

Das ist wirklich Zufall. Der Affe war erst ein Teil einiger Texte und dann kamen wir irgendwann auf die Idee, ihn auch als unser Logo zu verwenden. Man sagt ja auch, man macht sich „zum Affen“ – wir tun das zum Beispiel auf der Bühne. Unsere Meinung ist: Hauptsache man macht etwas und verfolgt einen Traum oder ein Ziel und setzt nicht Dinge nicht in die Tat um, nur weil sie womöglich nicht cool oder etwa peinlich sind. Das ist unser Ansatz und mit dem Logo eben auch ein Trademark.

Was hat es denn genau mit Stän auf sich?

Unser Kleiderständer „Der Stän“ ist unser fünftes Bandmitglied. Wir spielen häufig in Jackets und Westen aber das ist für die gesamte Dauer eines Rockkonzerts einfach viel zu heiß. Also werden die nach dem 2. oder 3. Song ausgezogen. Weil wir sie nicht wahllos irgendwo hinwerfen wollten, brauchten wir einen Kleiderständer, den wir dann noch ein wenig mit LEDS verziert haben. Wenn ihr ihm schreiben möchtet, eine eigene E-Mail-Adresse hat er auch: staen@esgehtauchlaut.de. Er ist ein ruhiger Zeitgenosse, freut sich aber über Ansprache.

Wie geht ihr mit Meinungsverschiedenheiten um?

Kompromisse muss man immer eingehen. Wir wissen, dass jeder sein Bestes tut, um die Band voranzubringen und das ist das Wichtigste. Es geht immer voran.

Was sind eure Tipps in der Münchner Musikszene?

Man muss sagen, dass es mit München in gewisser Weise eine kleine Hassliebe ist, weil es hier sehr schwer für Rockbands ist. In München ist einfach so viel los, das Münchner Publikum ist vielleicht sogar etwas verwöhnt, denn es gibt jeden Tag zig Konzerte in der Stadt. Je weiter man aus München rausgeht, desto „einfacher“ wird es. Natürlich gibt es die Szene aber auch hier, wenn man sich zum Beispiel das Backstage anschaut. Doch wenn wir dort spielen, gibt es noch mindestens 3 bis 4 Konzerte parallel. It´s a long way to the top…

Diese Woche erscheint euer erstes Album „Ohren auf!“. Erzählt ein bisschen über die CD!

Gerne! Für die Aufnahme haben wir uns 5 Tage lang von morgens bis tief in die Nacht, teilweise über 16 Stunden, in unserem Proberaum eingeschlossen. Das war eigentlich die ideale Situation, um sich in die Haare zu kriegen. Aber wir haben uns wirklich super verstanden und viel Spaß gehabt. Wir sind sehr glücklich und zufrieden mit dem Ergebnis dieser harten Arbeit. Wir haben uns schon im Vorfeld viele Gedanken gemacht und so viele Fehler vermieden. Unser Techniker Lutz sagte, er hätte bis dato kaum eine Band erlebt, die so fokussiert gearbeitet hätte. Wir sind sehr stolz auf die CD, auf der 7 Titel zu finden sind: Eine Mischung aus frühen Stücken und neuen Songs, sowohl mit englischen als auch mit deutschen Texten, weil man so unsere Entwicklung ganz gut nachvollziehen kann.

Soviel sei schon verraten: Unsere Vorband beim Release-Konzert im Cord Club wird Zebrathought aus München sein und es wird einen Gastmusiker geben. Es ist bislang das größte Konzert für uns und dazu noch in einem tollen Club, in dem so kleine Bands wie wir, normalerweise nicht ohne weiteres spielen können. Los geht’s um 20 Uhr im Cord Club und Tickets gibt’s für 8 Euro. Wir freuen uns über jede Unterstützung. Zum facebook-Event geht’s hier entlang.

Wo kann man eure Musik hören/kaufen?

Am Samstag auf unserem Konzert könnt ihr unsere auf 500 Stück limitierte CD kaufen und bald auch über unsere Website, sowie bei Amazon und iTunes downloaden.

Für jeden der mal Reinhören will, gibt hier einen kleinen Zusammenschnitt.

 

Vielen Dank für das Interview, Jungs. Wir sehen uns am Samstag im Cord Club!

Foto 1: Foto: Tom Webel, Copyright esgehtauchlaut.
Foto 3: Foto: esgehtauchlaut, Copyright esgehtauchlaut.