Pink Champagne on Ice

Das Muenchner Kindl

Heute ist der 25. Mai. Herzlichen Glückwunsch! Ihr habt den 1. Mai überlebt. Der 1. Mai gilt nämlich als der gefährlichste Tag des Jahres. Ja, richtig! Nicht etwa ein Tag in der kalten, schmuddeligen Jahreszeit (dass der 1. Mai dieses Jahr in diese Jahreszeit fiel, ist reiner Zufall). Nicht dann, wenn die Selbstmordrate aus erhöhter Einsamkeit (wahlweise Überfressung) über die Weihnachtstage steigt und nicht etwa dann, wenn alle feucht fröhlich driving home for christmas pfeifen – nein, es ist der 1.Mai. Der Tag der Arbeit. Das macht bei manchen dann auch wieder Sinn. Augen auf bei der Berufswahl, sag ich da immer.

Woher ich das weiss? Man mag ́s kaum glauben, aber manchmal lese ich auch, anstatt nur zu schreiben und diesem Fall sogar eine Studie. Schlaue Menschen haben da herausgefunden, dass am 1. Mai die meisten Schwerverletzten in Krankenhäuser eingeliefert werden. 90 % (also fast alle, wer es mit Prozentrechnen nicht so hat) der Verkehrsteilnehmer halten sich für sehr gute Fahrer. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Höhe der Gefährdung maßgeblich vom Geschlecht abhängt, sind doch 72 % dieser Schwerverletzen Männer. Selbstüberschätzung. Darüber müsste man(n) auch mal was schreiben…

Nun ja, ganz so pessimistisch möchte ich dann auch wieder nicht sein. Wobei Pessimisten ja länger leben als Optimisten. Habe ich auch gelesen. Und verstanden. Demnach sollen junge Erwachsene im Gegensatz zu älteren Menschen ein unrealistisch rosiges Bild von ihrer Zukunft haben. Hab ich nicht verstanden. Mein Glas Pink Champagne on Ice ist immer halb voll. Nüchtern betrachtet ist es wohl so, dass je pessimistischer (sprich das erst mal nach einem halben Glas Sekt aus) man ist, umso stabiler die Gesundheit und umso höher das Einkommen. Klingt gut. Ursache dafür soll die erhöhte Sensibilität für einzelne Begebenheiten und die bewusste Wertschätzung der verbleibenden Zeit sein. Na, da können wir uns von den Pessimisten ja noch was abschauen. Darauf ein Gläschen! Aber nicht ganz austrinken, soll ja immer halb voll sein – oder halb leer.

Ham wa wieder was gelernt heute, nich 😉

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